veröffentlicht am 27.06.2014

Nachbericht zur Fahrt nach Appingedam

Am 15. Juni hat der Verein der Grafschafter mit Janssen-Reisen-Wittmund eine Tagesreise nach Appingedam, der Stadt mit den hängenden Küchen durchgeführt. Bereits um 7.30 Uhr traf sich eine Schar von 26 Grafschaftern auf dem Parkplatz beim Edeka-Markt. Mit einem „Bistro-Liner“ ging es dann komfortabel nach Appingedam. Am Marktplatz beim Rathaus nahmen uns zwei Stadtführer in ihre Obhut und begleiteten uns zum katholischen Kirchlein St. Nikolass, wo in der Woche – ähnlich wie beim „Cafe Suutje“ in Barkel - Behinderte die Gäste bedienen. Am Wochenende wird die Bewirtung von einem Cafe in der Nähe übernommen. Serviert wurde eine holländische Spezialität: Topfkuchen „Poffert“ mit Schmelzbutter und Honig. Dort war auch eine Auswahl von Bildern zu besichtigen die von Behinderten geschaffen wurden.


Die Teilnehmer vor dem Rundfahrtboot

Um 11 Uhr war eine Bootsfahrt auf dem Damsterdiep angesetzt. Bei der Fahrt um den historischen Stadtkern gaben die Stadtführer einen Überblick über Entwicklung und Geschichte der Stadt: Der Name Appingedam wurde erstmals in einer Urkunde aus 1224 erwähnt. Wegen ihrer günstigen Lage entwickelte sich der Ort schnell zu einem wichtigen Handelsplatz. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Stadt in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt und später von Groningen dominiert. Nach 1600 erholten sich Handel und Wirtschaft: Entlang dem Damsterdiep standen Ziegeleien, Kalkbrennereien und Schiffswerften. Es gab diverse Mühlen sowie 6 Bierbrauereien, 2 Jeneverbrennereien und andere Handwerksbetriebe.

Vom Damsterdiep aus hat man einen interessanten Blick auf die einzigartigen „hängenden Küchen“. Man findet diese hölzernen Anbauten über dem Wasser bei 3 Häusern, die vorne von einer Straße und hinten vom Tief begrenzt werden.